Production GuideBreakdown

Was ist ein Drehbuchauszug? Der vollständige Leitfaden für Filmschaffende

Nick HartyVon Nick HartyAktualisiert 14. September 20269 Min. LesezeitEnglische VersionEspañolPortuguêsFrançais

Kurz gesagt

Beim Drehbuchauszug geht man ein Drehbuch Szene für Szene durch und listet alles auf, was die Produktion bereitstellen muss: Darsteller, Komparsen, Requisiten, Kostüm, Maske, Fahrzeuge, Tiere, Stunts, Effekte, Sonderausrüstung und das Set. Jede Szene bekommt einen Auszugsbogen mit Nummer, Set, Tag oder Nacht und Seitenlänge. Aus diesen Bögen baut die 1. Regieassistenz den Drehplan und die Produktionsleitung die Kalkulation.

Auf dieser Seite
  1. Was du von einem fertigen Auszug hast
  2. Vor dem Auszug: Szenen nummerieren und Seiten zählen
  3. Die Kategorien im Auszug
  4. Die Grenzfälle, über die gestritten wird
  5. So ziehst du ein Drehbuch aus
  6. Ein durchgerechnetes Beispiel
  7. Zwischen den Zeilen lesen
  8. Wer den Auszug macht
  9. Auszug und Gutachten
  10. Vom Auszug zu Drehplan und Kalkulation
  11. Fehler, die sich am Drehtag zeigen
  12. Einen KI-Auszug prüfen

Was du von einem fertigen Auszug hast

Ein Auszug verwandelt ein Drehbuch in Listen, mit denen eine Produktion arbeiten kann. Am Ende hast du drei Dinge in der Hand.

Einen Auszugsbogen für jede Szene. Darauf stehen Szenennummer, INT oder EXT, Set, Tag oder Nacht, Seitenlänge, ein einzeiliger Kurzinhalt und jedes Element der Szene, sortiert nach Kategorien. Das Layout zeigt die Vorlage für den Auszugsbogen.

Elementlisten über das ganze Drehbuch. Jede Requisite, jedes Kostüm, jedes Fahrzeug und jede Rolle mit den Szenen, in denen sie vorkommen. Die Requisite bekommt ihre Liste, das Kostüm seine, und das Casting die Liste der Sprechrollen mit der Zahl ihrer Szenen.

Zahlen, mit denen Drehplan und Kalkulation arbeiten können. In wie vielen Szenen jede Rolle vorkommt, wie viele Seiten an jedem Motiv spielen, wie viele Außennächte es gibt, wie viele Komparsentage. Die 1. Regieassistenz baut aus den Bögen den Drehplan, und die Produktionsleitung kalkuliert mit den Summen.

Im deutschsprachigen Raum hört man neben Drehbuchauszug auch einfach Auszug oder das englische Breakdown. Gemeint ist immer derselbe Arbeitsschritt.

Vor dem Auszug: Szenen nummerieren und Seiten zählen

Zwei Aufgaben kommen zuerst, weil alles im Auszug daran hängt.

Szenennummern. Jede Szenenüberschrift bekommt eine Nummer, damit alle über dasselbe Stück Drehbuch reden. Seitenzahlen sind dafür zu ungenau, auf einer Seite können drei kurze Szenen stehen. Beim Nummerieren muss man auch abwägen: Wenn die Handlung ohne neue Überschrift von der Küche in den Flur wandert, braucht das eine eigene Nummer? Wenn sich Licht oder Set ändern, meistens ja. Sobald das Buch nummeriert und festgeschrieben ist, bekommen neue Szenen Buchstaben (42A), statt dass neu durchnummeriert wird. Wie man ein Drehbuch für die Produktion nummeriert geht diesen Durchgang durch.

Seitenlängen. Jede Szene wird in Achteln einer Seite gemessen. Eine Szene, die etwas weniger als ein Viertel der Seite einnimmt, hat 2/8. Eine Szene unter einem Achtel zählt trotzdem als 1/8. Mit diesen Werten verteilt die 1. Regieassistenz die Arbeit auf die Drehtage. Wie man Seitenlängen im Drehbuch berechnet erklärt die Methode.

Die Kategorien im Auszug

Die meisten Auszüge nutzen eine Variante dieser Kategorien. Ein Drehbuch ohne Tiere braucht keine Tierspalte, und bei einem Buch mit vielen VFX teilt man die visuellen Effekte vielleicht in mehrere Kategorien auf.

KategorieWas hineingehörtBeispielWer damit arbeitet
DarstellerSprechrollen und benannte Figuren mit eigener Handlung1. DELL, 3. HOLLISCasting, Regieassistenz, Buchhaltung
KomparsenPersonen ohne Text, mit Anzahl12 Gäste im Diner, 1 Kellnerin2. Regieassistenz, Komparsencasting
StuntsJede Handlung mit körperlichem RisikoHollis stürzt die Treppe hinunterStuntkoordination
SpezialeffektePraktische Effekte am SetRegen am Fenster, Flasche aus ZuckerglasSFX-Leitung
Visuelle EffekteWas in der Post ergänzt oder korrigiert wirdBildschirminhalt ersetzenVFX Supervisor
RequisitenGegenstände, die jemand in die Hand nimmt oder von denen die Geschichte abhängtKassenbuch, Revolver, AutoschlüsselRequisite
AusstattungGegenstände im Set, die niemand anfasstGerahmte Fotos, Regale mit FarbdosenSet Decorator, Ausstattung
KostümWas jede Figur trägt, dazu Wechsel und BeschädigungenDell: blutiges ArbeitshemdKostümabteilung
Maske und HaareAlles, was über den normalen Look hinausgehtSchnitt an Dells linker HandMaske
FahrzeugeSpielfahrzeuge und alles, was im Bild gefahren wirdDells Pick-up von 1994Fahrdienst, Fahrzeugkoordination
TiereJedes Tier im BildJunes HundTiertrainer
SonderausrüstungTechnik über das Standardpaket hinausKran, Drohne, UnterwassergehäuseKamera, Bühne
Musik und TonPlayback, Instrumente im Bild, besondere TonanforderungenSong aus der Jukebox, Figur singtTon, Music Supervisor
PflanzenPflanzen und Grün, die ergänzt oder hergerichtet werdenVertrockneter Rasen wird durch Gras ersetztGreens
HinweiseAlles, was die Szene als Ganzes betrifftGegengeschnitten mit Sz. 44Alle

Wenn du eine Definition brauchst, stehen im Glossar Einträge zu Auszugselementen, Requisiten, Ausstattung und dem Rest.

Die Grenzfälle, über die gestritten wird

Manche Entscheidungen trifft man leicht falsch, und dann gibt es Reibung zwischen den Abteilungen.

Requisite oder Ausstattung. Die übliche Frage lautet, ob jemand den Gegenstand anfasst. Eine Tasse auf dem Tisch ist Ausstattung. Dieselbe Tasse, wenn eine Figur sie nimmt und daraus trinkt, ist Requisite. Hängt die Geschichte an einem Gegenstand, etwa an einem Brief im Hintergrund, auf den die Kamera zufährt, behandel ihn als Requisite, damit die Requisite dafür sorgt, dass er richtig aussieht.

Darsteller oder Komparse. Wer Text hat, ist Darsteller. Jemand ohne Text, aber mit einer bestimmten Handlung, die die Geschichte braucht, etwa eine Kellnerin, die auf Stichwort ein Tablett fallen lässt, kann ein hervorgehobener Komparse sein oder je nach Verbandsvereinbarung zur Sprechrolle hochgestuft werden. Markier das in den Hinweisen, damit Casting und Regieassistenz entscheiden.

Spezialeffekt oder visueller Effekt. Was vor der Kamera passiert, ist ein Spezialeffekt. Was in der Post ergänzt oder korrigiert wird, ist ein visueller Effekt. Viele Szenen haben beides, etwa ein echtes Mündungsfeuer am Set und ein digitales, das in der Post dazukommt. Führ beides auf.

Stunt oder nicht. Wenn eine Figur über einen Teppich stolpert, kann das ein Stunt sein, sobald die Darstellerin wirklich hinfällt. Im Zweifel führst du es auf, damit die Stuntkoordination es liest.

So ziehst du ein Drehbuch aus

Die meisten machen drei Durchgänge.

Einmal durchlesen, ohne etwas zu markieren

Lies das ganze Drehbuch einmal wegen der Geschichte. Dabei fallen dir Dinge auf, die du Szene für Szene übersehen würdest: Der Hund, der im dritten Akt auftaucht, wurde schon auf Seite 4 eingeführt, oder das blaue Auge aus Szene 30 ist in Szene 61 noch zu sehen.

Die Elemente markieren

Geh Szene für Szene vor und markier jedes Element. Auf Papier nimmt man für jede Kategorie einen anderen Textmarker oder Buntstift. Das übliche Schema steht im Beitrag zu den Farbcodes im Drehbuchauszug. In Software verschlagwortest du stattdessen den Text. So oder so schreibst du die Szenennummer neben die Überschrift, ziehst am Ende der Szene einen Strich quer über die Seite und notierst die Seitenlänge.

Die Auszugsbögen ausfüllen

Übertrag die Markierungen auf je einen Bogen pro Szene. Hier trägst du auch die Zahl der Komparsen, Kostümwechsel und Continuity-Hinweise ein, die so nicht wörtlich im Text stehen. Wie man einen Auszugsbogen ausfüllt geht Feld für Feld durch.

Ein durchgerechnetes Beispiel

Hier eine Szene aus einem fiktiven Drehbuch:

38  INT. HALE HOUSE - KÜCHE - NACHT

Regen schlägt gegen das Fenster. DELL (40er) wickelt seine
blutende Hand in ein Geschirrtuch. JUNE (40er) stellt eine
Flasche Whiskey auf den Tisch, hart.

                    JUNE
          Du warst wieder da.

Er antwortet nicht. Der HUND winselt an der Hintertür.
Scheinwerfer streifen durch den Raum. Draußen läuft ein
Truck im Leerlauf.

Sie ist kurz, vielleicht 4/8 einer Seite, und das kommt dabei heraus:

KategorieElemente
Szene38, INT, HALE HOUSE - KÜCHE, NACHT, 4/8
Darsteller1. DELL, 2. JUNE
RequisitenGeschirrtuch, Whiskeyflasche
AusstattungKüchentisch, Hintertür
KostümDell: wie Sz. 36, Hemd jetzt mit Blut
MaskeDell: Schnitt an der linken Hand, blutet (neue Verletzung, zieht sich in spätere Szenen)
TiereJunes Hund
FahrzeugeTruck (nur als Scheinwerfer zu sehen, braucht vielleicht kein Spielfahrzeug)
SpezialeffekteRegen am Fenster, Scheinwerfer streifen durch den Raum (Lichteffekt)
HinweiseContinuity Blut. Ist das Hollis' Truck? Sz. 39 prüfen

Auffällig ist, wie wenig davon im Drehbuch als Liste steht. Niemand hat "Maske: Wunde" geschrieben. Die Worte "blutende Hand" heißen, dass die Maske eine Wunde braucht, das Kostüm für diese Szene ein sauberes und ein blutiges Hemd und bei mehreren Takes vielleicht mehrere davon, und die Requisite ein Tuch, das kaputtgehen darf. Die Scheinwerfer werfen eine Frage an die Regie auf: Brauchen wir den echten Truck oder reicht eine Lampe auf einem Stativ vor dem Fenster?

Zwischen den Zeilen lesen

Vieles im Auszug steht nur zwischen den Zeilen. Eine Szene in einer Notaufnahme erwähnt nicht "Rolltrage, Infusionsständer, Monitore, OP-Kleidung, acht Komparsen als Pflegekräfte und Patienten", aber ohne das lässt sich die Szene nicht drehen. Erfahrene Regieassistenzen ergänzen so etwas beim Durchgehen und markieren es, damit die Abteilungsleitungen zustimmen oder streichen können.

Häufige mitgemeinte Punkte, auf die du achten solltest:

  • Wetter in der Szenenbeschreibung (Regen, Schnee, Wind) bedeutet meist Spezialeffekte, wenn du dich nicht auf die Natur verlassen kannst.
  • Zeitsprünge ("DREI WOCHEN SPÄTER") bedeuten oft Änderungen bei Kostüm, Haaren und Maske.
  • Verletzungen ziehen sich weiter. Markier die Szene, in der sie passieren, und jede Szene danach, bis sie verheilt sind.
  • Bildschirme, Telefone und Fernseher mit Inhalt brauchen Playback oder VFX und oft eine Rechteklärung.
  • Essen, das im Bild gegessen wird, braucht für jeden Take Nachschub.
  • Kinder im Bild bringen Arbeitszeitgrenzen mit sich und, je nach US-Bundesstaat, eine Studiolehrkraft.

Wer den Auszug macht

Bei den meisten Spielfilmen macht die 1. Regieassistenz den Produktionsauszug, oft mit der Produktionsleitung, weil sie daraus den Drehplan baut. Danach machen die Abteilungsleitungen ihre eigenen, detaillierteren Auszüge. Der Auszug des Kostümbilds verfolgt jeden Wechsel jeder Figur über alle Spieltage. Der Auszug der Requisite führt jede Requisite mit Stückzahl.

Bei einem kleinen unabhängigen Film macht oft die Produzentin oder der Regisseur den ersten Auszug, bevor eine Regieassistenz an Bord ist, damit für die Finanzierung eine Kalkulation entstehen kann. Das ist in Ordnung, solange die Regieassistenz ihn später prüft und nicht ungesehen übernimmt.

Die Abteilungsleitungen sollten den Auszug immer sehen, bevor der Drehplan festgeschrieben wird. Sie finden Dinge: Das Kostümbild weiß, dass man für das historische Kleid 90 Minuten zum Anziehen braucht, und die Stuntkoordination weiß, dass der "Sturz die Treppe hinunter" einen Probentag erfordert.

Auszug und Gutachten

Wer neu in der Produktion ist, verwechselt die beiden gern. Ein Lektoratsgutachten, in US-Produktionen Coverage genannt, ist ein Dokument der Stoffentwicklung. Ein Lektor fasst die Geschichte zusammen, beurteilt das Schreiben und empfiehlt, den Stoff abzulehnen, in Betracht zu ziehen oder zu kaufen. Damit wird entschieden, ob man ein Drehbuch erwirbt oder entwickelt.

Mit der Frage, ob das Buch gut ist, hat der Auszug nichts zu tun. Er listet auf, was man braucht, um es zu drehen. Ausgezogen wird ein Drehbuch erst, wenn schon jemand beschlossen hat, es zu verfilmen.

Vom Auszug zu Drehplan und Kalkulation

Die Auszugsbögen werden zu Streifen auf dem Stripboard. Jeder Streifen trägt Szenennummer, Set, Tag oder Nacht, Seiten und Darsteller, also genau das, was oben auf dem Bogen steht. Die 1. Regieassistenz gruppiert die Streifen nach Motiv und Besetzung zu Drehtagen.

Die Summen der Elemente gehen an die Produktionsleitung. Gibt es 14 Szenen mit Komparsen, im Schnitt 15 Personen, verteilt auf 6 Drehtage, ist das der Anfang der Komparsenkalkulation. Taucht das Spielfahrzeug in 9 Szenen an 4 Tagen auf, kann der Fahrdienst es kalkulieren. Übersieht der Auszug das Auto, kalkuliert es niemand und niemand bucht es.

Ändert sich das Drehbuch, ändert sich zuerst der Auszug, dann der Drehplan, dann die Kalkulation. Überarbeitete Seiten erscheinen in Revisionsfarben, und jede neue Fassung heißt, dass du vor allem anderen die betroffenen Auszugsbögen aktualisierst.

Fehler, die sich am Drehtag zeigen

Requisiten, die in Szenenbeschreibungen versteckt sind. Dialog liest man leicht, aber "Sie steckt die Schlüssel ein" mitten in einem Absatz überliest man schnell.

Kostüm-Continuity wird nicht verfolgt. Eine Figur, die in den Szenen 12, 45 und 78 dasselbe Outfit trägt und diese an drei verschiedenen Tagen dreht, braucht jedes Mal das Kostüm und die Continuity-Fotos. Wird das Kostüm in 45 beschädigt, brauchst du Doubletten.

Alle Komparsen werden gleich behandelt. Zwölf Leute in einem Diner und zwölf Leute, die vor einer Explosion wegrennen, sind zwei völlig verschiedene Drehtage.

Sich auf die Natur verlassen. EXT. VERSCHNEITES FELD - TAG ist eine Zeile für die Spezialeffekte, es sei denn, der Schnee ist wirklich sicher.

VFX weglassen, weil "wir das in der Post richten". Bildschirmersatz, Retuschen und Himmelsersatz kosten alle Geld, und für manche braucht es jemanden am Set. Führ sie auf.

Ein nicht festgeschriebenes Drehbuch ausziehen und nie aktualisieren. Der Auszug funktioniert nur, wenn er zur aktuellen Fassung passt.

Ein vollständiges Muster findest du im Beispiel für einen Drehbuchauszug.

Einen KI-Auszug prüfen

Software kann heute eine Drehbuchdatei lesen und in wenigen Minuten Szenen, Figuren und benannte Gegenstände herausziehen. Das erledigt den mühsamen ersten Durchgang, aber jemand muss das Buch trotzdem lesen. Software ist gut bei dem, was dasteht, und schwächer bei dem, was mitgemeint ist, etwa die Wunde in Szene 38 oder die Komparsen, die eine Notaufnahme braucht. Sie kann keine Komparsenzahl festlegen und dir nicht sagen, ob der Truck ein Spielfahrzeug sein muss. Behandel einen automatischen Auszug als Entwurf und geh ihn Szene für Szene durch, bevor er an die Abteilungsleitungen geht. Worauf du dabei achten solltest, steht im Beitrag zum KI-Drehbuchauszug.

In Storiara lädst du ein Drehbuch als PDF, Word- oder Final-Draft-Datei hoch. Die Szenen werden anhand der Überschriften getrennt, und die KI zieht Figuren, Motive, Requisiten, Kostüme sowie Musik und Effekte heraus, wobei jedes Element mit einem Zitat aus dem Drehbuch abgeglichen wird. In der Ansicht Script & Breakdown liest du das Drehbuch neben deinen Listen, markierst Text, um etwas zu ergänzen, das die Extraktion übersehen hat, etwa als Requisite, Kostüm, Fahrzeug, Stunt oder andere Kategorie, und druckst einen einzelnen Auszugsbogen oder alle.

Häufige Fragen

Wer macht bei einem Film den Drehbuchauszug?

Den Produktionsauszug, auf dem der Drehplan beruht, macht in der Regel die 1. Regieassistenz, oft zusammen mit der Produktionsleitung. Danach machen die Abteilungsleitungen ihre eigenen, detaillierteren Auszüge für Requisite, Kostüm, Maske und Effekte. Bei kleinen Independent-Filmen übernimmt oft die Produzentin oder der Produzent den ersten Durchgang.

Welche Kategorien gibt es im Drehbuchauszug?

Üblich sind Darsteller, Komparsen, Stunts, Spezialeffekte, visuelle Effekte, Requisiten, Ausstattung, Kostüm, Maske und Haare, Fahrzeuge, Tiere, Sonderausrüstung, Musik und Ton, Pflanzen und Hinweise. Produktionen ergänzen oder fassen Kategorien zusammen, je nachdem, was das Drehbuch verlangt.

Wie lange dauert ein Drehbuchauszug?

Das hängt von Länge und Komplexität des Buchs ab und davon, wie viele Durchgänge du machst. Einen Kurzfilm kannst du an einem Nachmittag auszügen. Ein Spielfilm mit Action, Effekten und großen Massenszenen dauert Tage und wird bei jeder Drehbuchänderung überarbeitet.

Was ist der Unterschied zwischen Drehbuchauszug und Lektoratsgutachten?

Ein Gutachten (im Englischen Coverage) ist die Einschätzung eines Lektors, ob ein Drehbuch gut ist und sich die Entwicklung lohnt. Ein Auszug ist ein Produktionsdokument, das auflistet, was man zum Drehen braucht. Außer dem Drehbuch haben die beiden nichts gemeinsam.

Kann Software einen Drehbuchauszug automatisch erstellen?

Software kann Szenenüberschriften, Figuren und die meisten namentlich genannten Requisiten und Orte aus einer Drehbuchdatei ziehen. Ein Mensch muss das trotzdem prüfen, mitgemeinte Elemente ergänzen und entscheiden, wie viele Komparsen es braucht oder ob eine Tasse Requisite oder Ausstattung ist.

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Nick Harty

Nick Harty

Technical Lead, Storiara

Technical architect and full-stack engineer building the core systems that power Storiara. Creates technology that enhances creative workflows.